Sunda Kelapa

On 26. Oktober 2013

Schon in Dubai fand ich die Gegend am alten Hafen faszinierend. Mit den alten Dhows und den Männern, die schwere Säcke schleppten. Hier in Jakarta am „Kokosnußhafen“, wie Sunda Kelapa übersetzt heißt, bietet sich (noch) ein ähnliches Bild. Über schmale Stege werden Sachen von oder an Bord geschleppt. Der Staub aus den Betonsäcken macht die Arbeit obendrein beschwerlicher. Nach getaner Arbeit wird der Lohn ausgezahlt. Die Schiffe, allesamt auch aus Holz, sind viel größer als in Dubai und oft werden heute auch schon Kräne zum Be-und Entladen benutzt.

Am Ende der aufgereihten Schiffe kommen uns ein paar Hafenkinder entgegen, die gegen eine Handvoll Dollar bzw. Rupien („Mister! Dollar!“)  in das dreckige Brackwasser des Hafenbeckens springen. Man muss zugeben, sie sind Profis! Der coolste von ihnen, vielleicht 8 oder 9 Jahre alt raucht eine Zigarette. Unsere „Almosen“ kommen nicht gut an, es ist ihnen zu wenig…..sie hätten lieber Dollars! Am Ende verabschieden sie sich jedoch mit einem Lächeln von uns….Aus den Geschäftsleuten werden Kinder….

Als die Sonne schon recht tief steht, steigen wir dann noch bei Babacar in sein grün gestrichenes Boot. Der alte Mann schippert uns auf die andere Seite der Boote und setzt uns am Ende zum Pasar Ikan (Fischmarkt) über. Fisch gibt es hier um die Uhrzeit aber nicht….eher Handyschalen und andere Dinge werden in den Bretterbuden angeboten. Dazwischen stolziert ein Hahn umher. Eine spannendes Gewirr aus Bretterbuden und Stegen….. Als wir gehen erwachen die Restaurants erst zum Leben.

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